SEO für Produkttexte ist tot – wenn du es machst wie 2010.
TL;DR: Wer Produkttexte schreibt wie 2010, optimiert für eine Suchmaschine, die es nicht mehr gibt. Google bewertet längst, ob dein Text die Fragen deiner Kunden beantwortet und ihre Sprache spricht. Keyword-Zählen ist keine Strategie, es ist Nostalgie.
„SEO für Produkttexte ist tot – wenn du es noch machst wie 2010. Früher reichte es, das Haupt-Keyword drei- bis fünfmal in den Text zu streuen. Heute geht es um Relevanz, Nutzerverhalten und thematische Tiefe. Wer nur noch Keywords zählt, hat verloren.“
Mit diesem Appell endet das SEO-Kapitel in meinem Buch. Ich stelle ihn hier bewusst an den Anfang, denn er ist der eigentliche Standpunkt. Alles danach ist Begründung.
Warum so deutlich? Weil ich in Shops immer noch Texte finde, die für eine Suchmaschine von vor fünfzehn Jahren geschrieben wurden. Keyword-Dichte ausgerechnet, Hauptbegriff in jede Zwischenüberschrift gepresst, fertig. Kein Kunde liest das freiwillig. Google belohnt es schon lange nicht mehr. Trotzdem hält sich das Muster hartnäckig, weil es sich nach Arbeit anfühlt und sich in Checklisten so schön abhaken lässt.
Früher und heute: der Wanderrucksack
Wie groß der Unterschied ist, zeigt ein Beispiel aus dem Buch:
Ein Text über einen „Wanderrucksack“ bestand aus „Wanderrucksack kaufen“, „bester Wanderrucksack“, „Wanderrucksack Test“ – Hauptsache, das Keyword war drin.
Statt reiner Keyword-Wiederholung stehen Relevanz & Nutzerabsicht im Fokus. Eine gute Produktbeschreibung enthält sinnvolle Begriffe wie „Wanderrucksack groß“, die Literanzahl, Rückenbelüftung, wasserdicht oder Trekking-Touren – alles, was den Kunden wirklich interessiert. Das ist nicht nur für den Leser wertvoll, sondern auch für Google Shopping und die organische Suche.
Der zweite Text ist nicht besser, weil mehr Begriffe reingequetscht wurden. Er ist besser, weil er mehr beantwortet: Wie groß? Wofür? Was hält der Rucksack aus? Genau die Fragen, die ein Kunde vor dem Kauf stellt. Und genau die Signale, an denen Google abliest, ob deine Seite ihren Job macht. Bleiben Besucher? Finden sie ihre Antwort? Kaufen sie? Das entscheidet, nicht deine Keyword-Dichte.
Der Beleg: eine Palette, die niemand fand
Dass das keine schöne Theorie ist, habe ich in der Beratung oft genug gesehen. Ein Kunde von mir verkauft Rungenpaletten und war für „stapelbare Rungenpalette“ unsichtbar, weil das Wort „stapelbar“ nirgendwo auf der Produktseite stand. Die Branche nutzt intern einen Fachbegriff, seine Kunden nicht. Wie du solche Lücken systematisch aufdeckst, zeige ich dir Schritt für Schritt in der KI-Termanalyse für Produkttexte.
Der Maßstab, der bleibt
Du brauchst dafür keine neue Checkliste. Du brauchst einen Maßstab, und der ist unbequem einfach: Schreib auf, was deine Kunden wissen wollen, in den Worten, die sie selbst benutzen. Miss, ob sie bleiben, klicken, kaufen. Der Rest ergibt sich. Oder in einem Satz, dem einen, den du dir aus diesem Standpunkt mitnehmen solltest:
Das ganze System: „Produkttexte, die verkaufen"
Zwölf Kapitel von der Buyer Persona bis zum KI-Workflow: das komplette Playbook für Produktbeschreibungen, die beraten und verkaufen. Und für die Umsetzung mit KI gibt es meinen kostenlosen Kurs mit allen Prompts aus dem Buch.